Markenevolution Goldblume – Studie

Starke Marken leben von Kontinuität – und von der Fähigkeit, sich präzise weiterzuentwickeln.

Diese Studie zeigt, wie eine ikonische Schweizer Bildmarke durch eine gezielte gestalterische und technische Evolution langfristig gesichert werden könnte. Im Zentrum stehen strategische Markenführung, höchste visuelle Qualität und ein systemischer Ansatz, der bestehende Identität bewahrt und gleichzeitig optimale Voraussetzungen für digitale, internationale und medienübergreifende Anwendungen schafft.

Die Goldblume von Schweiz Tourismus zählt zu den prägnantesten und international bekanntesten Marken der Schweiz. In einer internen Studie wurde untersucht, wie diese etablierte Bildmarke technisch und visuell in die heutige Medienlandschaft überführt werden könnte, ohne ihren hohen Wiedererkennungswert oder ihre zurückhaltende, hochwertige Anmutung zu verlieren.

Ausgangspunkt der Studie war die Erkenntnis, dass die bestehende Goldblume seit Mitte der 1990er-Jahre nahezu unverändert im Einsatz ist und technisch nicht mehr allen heutigen Anforderungen entspricht. Hochauflösende Displays, moderne Farbräume, digitale Plattformen sowie internationale Multichannel-Anwendungen stellen neue Ansprüche an Schärfe, Detailtiefe und Reproduzierbarkeit einer Marke.

Im Rahmen der Studie wurde die Goldblume vollständig neu aufgebaut und auf einer zeitgemässen technischen Grundlage rekonstruiert. Ziel war keine Neugestaltung, sondern eine präzise Evolution: gleiche Form, gleiche Wirkung, jedoch deutlich höhere Qualität in Materialität, Lichtführung und Detailgrad. Im direkten Vergleich zeigt sich eine klare Verbesserung in Brillanz, Schärfe und Integrationsfähigkeit auf unterschiedlichsten Hintergründen und Medien.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der strategischen Implementierung. Die Studie zeigt auf, wie eine fliessende Einführung über mehrere Jahre hinweg möglich wäre, ohne bestehende Anwendungen abrupt zu ersetzen. Neue Umsetzungen würden schrittweise auf der modernisierten technischen Basis aufbauen und sich nahtlos in bestehende Prozesse und Richtlinien integrieren lassen.

Ergänzend wurden Optimierungen in den Bereichen Markenrichtlinien, technischer Workflow sowie Typografie untersucht. Ziel war es, die Komplexität im täglichen Umgang mit der Marke zu reduzieren, die Konsistenz über alle Kanäle hinweg zu stärken und langfristig Effizienz sowie Kostenstruktur zu verbessern.

Die Studie versteht sich als strategische und gestalterische Machbarkeitsanalyse für eine behutsame Markenevolution. Sie wurde als interne Entscheidungsgrundlage entwickelt und nicht umgesetzt, zeigt jedoch exemplarisch, wie etablierte Marken ohne Bruch weiterentwickelt und zukunftsfähig positioniert werden können.